Brustimplantatwechsel – Was sind die häufigsten Gründe und Möglichkeiten?

Brustimplantatwechsel –
Was sind die häufigsten Gründe und Möglichkeiten?

Im Zusammenhang mit einer Brustvergrößerung steht nicht selten auch das Thema Implantatwechsel. Als vor 10 bis 15 Jahren die Implantate noch nicht so fortschrittlich und sicher waren wie heute, gab es zum Beispiel die dringende Empfehlung, die Implantate nach spätestens 10 Jahren austauschen zu lassen. Bei den Implantaten der neuen Generation ist das zum Glück nicht mehr zwingend notwendig. Doch es gibt nach wie vor gute Gründe, weshalb sich Frauen – meist freiwillig – einem Brustimplantatwechsel unterziehen. Wir klären in diesem Blog-Beitrag die häufigsten Ursachen eines Implantatwechsels und welche Möglichkeiten die moderne Plastisch-Ästhetische Chirurgie in diesem Spezialbereich bietet.

Verschiedene Gründe für einen Brustimplantatwechsel

Veränderung der vergrößerten Brustform

Definitiv einer der häufigsten Gründe, weshalb sich Frauen einen Implantatwechsel wünschen, ist die zunehmende Formveränderung der vergrößerten Brust im Laufe der Zeit. Sowohl das Brust- und Drüsengewebe als auch die Haut verändern sich alters- und hormonell bedingt, wodurch die einst schön aussehende Oberweite an Form und Volumen verliert.

Auch nach Schwangerschaften und Stillzeiten kann sich die Brust zunehmend „verformen“. Manche finden sie danach oft noch schöner und natürlicher, andere wiederum stören sich an der Veränderung und wünschen sich das ursprüngliche Resultat zurück.

Darüber hinaus haben auch starke Gewichtsschwankungen Einfluss auf das Aussehen der vergrößerten Brüste. Extreme Gewichtszunahmen oder -abnahmen beeinträchtigen das Fett- und Drüsengewebe, wodurch die Brust – verstärkt durch das eingesetzte Implantat – an Halt verlieren kann. Ein Austausch der Silikonimplantate kann dabei helfen, die Brust wieder in einen schönen Zustand zu bringen.

Plötzlicher Wunsch nach mehr oder weniger Brustvolumen

Oft wüschen sich Frauen besonders in jüngerem Alter (ab 18 Jahren) eine Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten. Im Laufe der nächsten Jahre können sich jedoch die persönlichen Wünsche und körperlichen Vorstellungen wandeln, sodass entweder noch mehr Volumen oder manchmal auch weniger eher den neuen Vorlieben entspricht. In diesem Fall kann ein Austausch der Implantate mit kleineren oder größeren Exemplaren eine sinnvolle Entscheidung sein, um sich weiterhin wohl in seiner Haut zu fühlen.

Entstehung einer Kapselfibrose

Ein wichtiger und nicht zu vernachlässigender Grund für einen medizinisch bedingten Wechsel der Brustimplantate ist die sogenannte Kapselfibrose. Hierzu muss man wissen: Damit die Implantate an Ort und Stelle gehalten werden, bildet sich im Laufe des Heilungsprozesses nach der Brust-OP eine feine Membran bzw. Kapsel um die Implantate herum. Bei manchen Frauen kann sich diese schutzbietende Gewebekapsel jedoch zunehmend verfestigen und zusammenziehen, wodurch Druck auf das Implantat ausgeübt wird. Dies kann zu Schmerzen und teils starken Verformungen an der Brust führen. Um diesen Zustand zu lindern, empfiehlt sich ein zeitnaher Implantatwechsel, meist mit Entfernung des Kapselgewebes. Wichtig: Bei jeder Brust-OP mit Implantaten besteht eine geringe, aber dennoch nicht zu unterschätzende Gefahr der Bildung einer Kapselfibrose. Deshalb sollte zu diesem Thema unbedingt ausreichend im Vorhinein aufgeklärt werden.

Implantatruptur

Gerade bei Silikongelimplantaten der neuen Generation kommt es in der Regel äußerst selten zu Rupturen wie Risse oder Löcher in der Implantathülle. Diese Schäden können beispielsweise durch chirurgische Instrumente während der OP, beim Einsetzen durch zu starke Beanspruchung der Implantate oder bei späteren Eingriffen im Brustbereich entstehen. Auch schwere Traumata, wie z. B. Autounfälle und übermäßige Krafteinwirkung auf die Brust können Implantatrupturen hervorrufen. Hochwertige Silikongelimplantate, z. B. von der Firma MENTOR sind aber mittlerweile höchst strapazierfähig und durch das feste, kohäsive Silikongel auslaufsicher. Dennoch sollte das Implantat im Falle einer Ruptur zur Sicherheit von einem erfahrenen Facharzt ausgetauscht werden.

Rotieren oder Verrutschen von Brustimplantaten

Hin und wieder kann es in der ersten Zeit nach der Brust-OP zu einer Implantatrotation kommen. Hierbei handelt es sich um eine Drehung des Implantates in der Brust. Besonders bei tropfenförmigen (anatomischen) Implantaten kann eine Drehung zu unschönen Asymmetrien und Schmerzen führen, da der untere vollere Implantat-Pol durch die Drehung plötzlich oben liegen kann. Eine zu groß geformte Implantattasche oder eine falsche Positionierung des Implantates sind die Hauptgründe für eine Rotation oder ein Verrutschen der Silikonkissen. Die Brust richtig auf die vorgesehene Implantatgröße zu präparieren, erfordert nämlich viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Auch schnelle, ruckartige Bewegungen der Patientin in den ersten Wochen der Heilungsphase begünstigen ein Verrutschen. Deshalb ist es überaus wichtig, dass sich die Patientin gerade im Heilungs- und Einwachsprozess während der ersten 4-6 Wochen schont und anspruchsvolle sportliche Aktivitäten sowie gewisse Bewegungen nach Rücksprache und Aufklärung mit dem Facharzt vermeidet. Das konsequente Tragen des Kompressions-BHs und Schlafen auf dem Rücken ist zudem ein absolutes Muss für ein gutes „Einheilen“ der Implantate. Zudem empfehlen wir, eine Brust-OP nur bei einem erfahrenen Spezialisten durchführen zu lassen, denn Routine und Expertise minimieren zunehmend das Risiko einer Implantatrotation.

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    Verpfuschte Brust-OP

    Leider kommt es immer wieder vor, dass Patientinnen aufgrund einer verpfuschten Brust-OP den Weg zu uns finden und Dr. Klöppel um Hilfe bitten. Billiganbieter – meist aus dem Ausland – locken Patientinnen mit äußerst niedrigen Preisen, liefern jedoch logischerweise nicht die benötigte Qualität, die für einen solchen gelungenen Eingriff oberste Priorität haben sollte. Schlecht verarbeitete, nicht-zertifizierte Brustimplantate werden von unqualifizierten und schlecht ausgebildeten „Schönheitschirurgen“ in die Brust eingesetzt. Eine ausführliche Risikoaufklärung und Nachsorge? Fehlanzeige. Wir können nur an alle Interessentinnen appellieren, die OP lediglich von einem erfahrenen und bestens qualifizierten plastisch-ästhetischen Chirurgen vornehmen zu lassen, der großen Wert auf eine ausführliche Beratung und Aufklärung sowie hochwertige, zertifizierte Silikonimplantate und eine engmaschige Nachsorge legt. Eine derartige OP ist immer mit gewissen Risiken verbunden, aber die Durchführung bei einem Chirurgen mit Erfahrung minimiert das Risiko einer unschön operierten Brust sehr. Jedoch hat sie auch seinen berechtigten Preis.

    Implantatwechsel? Wir zeigen Ihnen Ihre Möglichkeiten

    Sollte aus verschiedenen Gründen ein Brustimplantatwechsel erfolgen müssen oder freiwillig gewünscht sein, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Durchführung. Auch hier gilt wieder: Unbedingt einen Experten auf diesem Spezialgebiet aufsuchen.

    In der Regel werden die Implantate über denselben Zugangsweg ausgetauscht, der auch bei der Brustvergrößerung verwendet wurde. Dies kann über die Unterbrustfalte, über den Brustwarzenrand oder über die Achselhöhle geschehen. Zwar wird so narbensparend wie möglich operiert, jedoch sollte die Patientin bedenken: je größer die Implantate, desto länger der Schnitt. Aus diesem Grund bietet auch bei einem Implantatwechsel die Methode über den Achselschnitt die charmanteste Möglichkeit, um nicht unnötig größere Narben direkt an der Brust setzen zu müssen. Denn hier bleibt der Schnitt in einer natürlichen Beugefalte der Achselhöhle versteckt und lässt eine erneute OP kaum erkennen. Im Idealfall wird auch die umliegende Implantatkapsel mit entfernt.

    Sollte die vergrößerte Brust im Laufe der Zeit an Halt und Spannkraft verlieren, so verbindet der plastische Chirurg den Implantatwechsel häufig mit einer Bruststraffung und entfernt dazu die erschlaffte Haut zur Formung einer ästhetisch aussehenden, angepassten Brust.

    In einem ausführlichen Beratungsgespräch erklärt Ihnen Ihr Facharzt die individuellen Möglichkeiten eines Brustimplantatwechsels, welche neuen Implantate in Frage kommen und mit welchem Ergebnis Sie rechnen können.