Nach Brustvergrößerung – So verhalten Sie sich richtig

Nach Brustvergrößerung
So verhalten Sie sich richtig

Endlich, die OP ist überstanden und die Patientin – sichtlich erleichtert – schon voller Vorfreude auf ihr sehnlichst erwartetes, neues Dekolleté. Sich endlich wieder wohl im eigenen Körper zu fühlen, diesen Wunsch haben viele Frauen, die beispielsweise nach Schwangerschaft und Stillzeit, starker Gewichtsabnahme oder durch ein unterentwickeltes Brustwachstum an einer zu kleinen oder kaum vorhandenen Brust leiden. Die Entscheidung, einen operativen Eingriff durchführen zu lassen, benötigt aber dennoch oft viel Zeit und Mut. Ist der Schritt jedoch getan, gilt es nach der Brustvergrößerung einige wichtige Verhaltensweisen zu berücksichtigen, damit das Ergebnis so wird wie gewünscht. Was nach der Brustvergrößerung alles zu beachten ist, erklären wir hier.

Wie sollte man sich nach der Brustvergrößerung schonen?

Unmittelbar nach einer Brustvergrößerung empfehlen wir gerade für die ersten Tage viel Ruhe und Erholung. Regelmäßiges Kühlen hilft, die Schwellungen zu reduzieren. Beim Liegen sollte die Patientin darauf achten, eine Position mit erhöhtem Oberkörper auf dem Rücken zu wählen.

Das Liegen auf dem Bauch und auf der Seite muss in den ersten 4 Wochen dringend vermieden werden, da sonst die Implantate verrutschen könnten. Des Weiteren ist es wichtig, seinen Körper zu schonen, jedoch sollte man nicht aus zu viel Angst eine angespannte Dauerhaltung einnehmen.

Ruhige Bewegung von Armen und besonders der Schultern sind von Beginn an sehr zu empfehlen, da bei einer Verspannung der Muskulatur im Schulter-Nacken-Bereich die Schmerzen verstärkt werden können. Zur Schonzeit zählt es auch, mindestens 6 Wochen auf sportliche Aktivitäten zu verzichten und sich keiner starken Wärmebelastung auszusetzen.

Nach etwa einer Woche kann die Patientin in der Regel wieder ihren normalen, leichten Alltagsaktivitäten nachgehen. Der spezielle medizinische BH zur Stabilisierung der Brust sollte zu jeder Zeit für bis zu 6 Wochen nach der Brustvergrößerung getragen werden.

Schmerzen und Schwellungen nach Brustvergrößerung

Gerade in den ersten Tagen nach der OP verspürt die Patientin durch das Einsetzen der Implantate und die damit verbundene Dehnung von Brustmuskel und Gewebe im Oberkörperbereich Spannungsschmerzen und ist in ihrer normalen Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt. Selbstverständlich stellen wir schmerzlindernde Medikamente zur Verfügung, die unbedingt in empfohlener Dosierung einzunehmen sind, um den Heilungsverlauf angenehmer zu gestalten und zudem Schwellungen schneller abklingen zu lassen. Bei letzterem hilft zudem in den ersten Tagen regelmäßiges Kühlen des Brustbereiches. Obwohl der Operationserfolg bereits kurz nach dem Eingriff offensichtlich ist, wird es noch mehrere Wochen dauern, bis man das endgültige Ergebnis nach der Brustvergrößerung bewundern kann, da die Brust noch gespannt ist. Schwellungen und Schmerzen können auf unterschiedlichen Seiten auftreten. Jede Brust heilt und schwillt individuell schnell ab. Daher sind die Seitendifferenzen am Anfang ganz normal.

Was sollte nach der Brustvergrößerung bei Verbänden und Drainagen beachtet werden

Direkt nach der OP zur Brustvergrößerung bekommen unsere Patientinnen einen Spezial-BH samt Brustgurt, den sog. „Stuttgarter Gürtel“ angelegt, der die Brust stabilisieren und das Verrutschen der Implantate nach oben verhindern soll. Dieser Brustgurt muss konsequent für 4 Wochen getragen werden, der medizinische BH insgesamt 6 Wochen, damit sich die Implantate nicht verschieben und sich die notwendige bindegewebige Hülle um die Implantate bilden kann. Danach besteht keine Verrutschungsgefahr mehr.

Da die Narbe so klein wie möglich gehalten wird und Dr. Klöppel und Kollegen modernste Techniken und OP-Instrumente verwenden, sind starke Blutungen bei einer Brustvergrößerung mittlerweile äußerst selten und Drainagen somit kaum mehr notwendig. Falls doch, werden diese am ersten postoperativen Tag entfernt. Die Fäden zum Vernähen der Einschnittstelle sind von kleinen Pflasterstreifen bedeckt und lösen sich nach etwa 14 Tagen von selbst auf.

Unsere Patientinnen verbringen in der Regel eine Nacht in der Klinik und werden am nächsten Morgen nach der Visite entlassen.

Sollten Kontrolltermine nach dem Brüste vergrößern eingehalten werden?

Nach der Brustvergrößerung ist es mit am wichtigsten, dass die vorab vereinbarten Kontrolltermine von der Patientin gewissenhaft eingehalten werden, um einen optimalen Heilungsverlauf sicher zu stellen und gegebenenfalls bei abnormalen Auffälligkeiten schnellstmöglich reagieren zu können. Denn gewisse Risiken wie Nachblutungen, Wundheilungsstörungen oder Verrutschen der Implantate können bei jeder Patientin auftreten, wenn auch recht selten.

Wir vereinbaren mit unseren Patientinnen nach einer Brustvergrößerung Kontrolltermine in folgenden Abständen zur OP:

3 Tage, 11 Tage, 1 Monat und 3 Monate. Wenn gewünscht findet auch eine Kontrolle nach 6 Monaten und 1 Jahr statt. Selbstverständlich hat die Patientin jederzeit die Möglichkeit, auch danach zur regelmäßigen jährlichen Kontrolle in unsere Praxisklinik zu kommen.

Ist die Stillfähigkeit nach Brustvergrößerung beeinträchtigt?

Nach einer Brustvergrößerung – sowohl über den klassischen Unterbrustschnitt als auch über die endoskopisch-axilläre Methode – ist in der Hand eines erfahrenen plastisch-ästhetischen Chirurgen in der Regel keinerlei Beeinträchtigung der Stillfähigkeit zu erwarten. Bei Implantat-Einführung über die periareoläre Einschnittstelle am Rand der Brustwarze hingegen, ist die Wahrscheinlichkeit um einiges höher, dass eine Beeinträchtigung beim Stillen auftritt. Gerade deshalb meiden viele jüngere Patientinnen den Zugang über den Brustwarzenrand.  Auch kann es vorkommen, dass sich nach einer Brustvergrößerung die Brustgänge entzünden (sog. Mastitis), was zu einer Kapselkontraktur führen kann. Sollten erste Anzeichen auftreten,  kann durch Einnahme von Antibiotika das Risiko der Infektion rasch minimiert werden. Deshalb ist es wichtig, den behandelnden Arzt über jegliche Anzeichen einer möglichen Entzündung zur informieren.

Verhalten nach Brustvergrößerung – unser Fazit

Wenn Sie sich für eine Brustvergrößerung entscheiden, ist es am wichtigsten, den Eingriff bei einem erfahrenen plastisch-ästhetischen Chirurgen durchführen zu lassen, der höchsten Wert auf die Sicherheit und Aufklärung seiner Patienten legt. Eine verständliche und ausführliche Aufklärung vor OP sowie eine konsequente Nachsorge sind notwendige Voraussetzungen, dass sich Patientinnen nach ihrer endoskopischen Brustvergrößerung richtig verhalten und am Ende auch mit dem Ergebnis zufrieden sind.